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Der Planetenweg Weikersheim
Bei der Eroberung des Weltraums müssen astronomische Entfernungen bewältigt werden. Ihre Ausmaße sind für den Menschen fast unvorstellbar.
Deshalb ist es naheliegend, Großmodelle
einzurichten, die Bezüge zum täglichen Leben herstellen. Sie überzeugen mehr, als seitenlange Fachberichte, die meistens nur wenige erreichen. Diese grundsätzlichen Überlegungen waren das Motiv, bei der Sternwarte
Weikersheim einen Planetenweg einzurichten, der für jeden als Angebot dient, auf unserer Erde das Sonnensystem zu durchwandern.
Die Initiative für die Errichtung eines Planetenweges ging von Kurt Fuchslocher aus. Lage- und Konstruktionspläne für die Planetenstationen sowie Inhalt und Ausführung der
Hinweistafeln wurden ausgetüftelt und mit den Gemeinden Weikersheim und Röttingen und dem Landkreis abgesprochen. Nachdem auch Spender für die einzelnen Planetenstationen gefunden waren, machte
man sich an die Ausführung der Arbeiten. Auch hier war Kurt Fuchslocher, der mit gestalterischem und handwerklichem Geschick die Pläne umsetzte, besonders engagiert.
So konnte schließlich am 7.5.1983 der Planetenweg - als einer der ersten in Deutschland und in
Europa - von Bürgermeister Häfner eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Seither gehört der Planetenweg zu einer der Attraktionen Weikersheims. Hunderte von Personen, Schüler, Ferien-
und Kurgäste durchwandern hier jährlich - sozusagen auf der Erde - unser Sonnensystem und zwar noch viel schneller als mit den berühmten Siebenmeilenstiefeln.
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Die Sternwarte liegt an einem Weg, der sich vom Fuß des Karlsbergs,
noch in Weikersheim, den Berg
hinauf Richtung Osten nach Queckbronn und Neubronn erstreckt (Karte). Nach einigen Metern bergauf stößt man auf eine metallene Kugel mit ca. 1,5 Metern
Durchmesser. Dies soll die Sonne darstellen, im Maßstab 1 : 1.000.000.000 (eine Milliarde). Folgt man dem Weg weiter, so sieht man nach ca. 90 m eine wenige
Millimeter große Kugel am Rand. Dies stellt den Planeten Merkur dar. Je weiter man dem Weg folgt, desto weiter hinaus stößt man in das Sonnensystem vor.
Sowohl die Größe der Planeten als auch deren Entfernungen zueinander sind maßstäblich: Nach etwa 150 m folgt die Erde, ein 1,3 cm großes Kügelchen,
später noch Mars, halb so groß wie die Erde, dann den Jupiter, den größten unserer neun Planeten, der ca. 10 cm groß ist. In 6,5 km Entfernung von der
"Sonne" stößt man auf Pluto, der nur zwei Millimeter klein ist. |
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